
Fachausschuss der Samtgemeinde Himmelpforten geht mit den Schulleitungen die Reparaturlisten durch
HIMMELPFORTEN/HAMMAH. Die drei Schulen der Samtgemeinde Himmelpforten können auch in diesem Jahr auf ihren Träger bauen. Der Schulausschuss unter Vorsitz von Lothar Wille (SPD) bemühte sich, die Wunschlisten der Bildungsstätten im Etatentwurf weitgehend zu berücksichtigen.Der Löwenanteil der Haushaltsgelder 2012 fließt allerdings wie in jedem Jahr in Unterhaltung und Reparaturen. Aber die Schulleiter, die den Ausschuss-Sitzungen in der Regel beiwohnen, sind froh darüber, dass Politik und Verwaltung ihre Gebäude in Schuss halten. "Wir haben da mit dieser Samtgemeinde als Träger eine privilegierte Lage", dankte Hubert von der Lieth, Leiter der Porta-Coeli-Schule.Fortgesetzt wird an seinem Schulzentrum die aufwendige Fassadensanierung mit Austausch von Fenstern und energetischen Maßnahmen. 180 000 Euro sind erneut angesetzt, im nächsten Abschnitt wird der Frontbereich im Erdgeschoss zwischen Mensa und Haupteingang saniert. Vielleicht in zwei Finanz-Etappen, "aber wir schreiben die Maßnahme komplett aus, damit es in der Hand einer Firma bleibt", kündigte Samtgemeindebürgermeister Holger Falcke an.Weitere 150000 Euro sind notwendig für Reparaturen und Wartungen: Beim Sportplatz sind der Schule auch die Erneuerung der Kugelstoßanlage und des Ballfangzaunes wichtig. Im Gebäude wünscht sie sich eine Rampe, damit Kinder im Rollstuhl barrierefrei die Mensa erreichen, und einige Deckensanierungen. Bewilligt wurden vom Schulausschuss auch zwei weitere Turbo-Händetrockner, mit denen die Schule gute Erfahrungen macht.Die Grundschule Himmelpforten muss für knapp 10000 Euro das Computernetzwerk erneuern. Ebenso teuer dürfte die Neugestaltung des Schulhofzuganges vom Erlenweg werden. Doch für ein neues Tor soll zunächst ein Angebot eingeholt werden. Auch soll die Schule klären, ob ein Elterneinsatz denkbar ist. Doch da ist Egon Brand skeptisch, ob Laien solche Arbeiten leisten können.Das größte Problem der Grundschule sind ungemütliche und müffelnde Toiletten, die von den Kindern gemieden werden. Die Anlagen sind zwar sauber, aber alt, steril und kalt. Immer wieder werde das von Eltern vorgetragen, berichtete Brandt. Nur mit ein bisschen Farbe sei es da wohl nicht getan, diskutierten die Schulpolitiker. Architekt Bernd Mügge soll Überlegungen für ein Sanierungskonzept anstellen.Rektorin Karin Beckmann muss sich weiter in Geduld üben, was den Schriftzug "Grundschule Hammah" über der Eingangstür betrifft. Statt der Papp-Buchstabde-Bordüre wünscht sie sich etwa Reelles. Aber dafür dürften die gut 18000 Euro nicht reichen, die als Gesamtsumme unter den Einzelpositionen stehen. Denn "nachgereicht" werden mussten noch einige Schäden. Die zu beseitigen, war den Politikern wichtiger. (je)
Stader Tageblatt vom 25.01.2012 (Nachdruck mit freundlicher Genehmigung)
27.01.2012