Kultur: Hans-Werner Honigbaum (SPD) eröffnet Galerie

Hans-Werner Honigbaum eröffnet 15 Quadratmeter große "PhotoGarage" in Großenwörden

photogarage

JUTTA EIDTMANN GROSSENWÖRDEN. "Das ist eine der kleinsten Galerien Deutschlands", lacht Hans-Werner Honigbaum. Der freiberufliche Fotograf und Neu-Großenwördener eröffnet am Sonnabend, 7. Januar, seine "PhotoGarage". In einem warmen, lichtgelb gestrichenen und nur 15 Quadratmeter großen Raum, der als Garage zum Haus Am Dubben 7 gehört, stellt der Fotokünstler seine erste Ausstellung vor. Sie heißt "Einblicke".

Der 57-Jährige hat für Sonnabend Freunde, Bekannte, Nachbarn und Bürgermeister Bernhard Witt eingeladen. Vor allem die Großenwördener sollen sehen, "was ich hier mache" und was im Sommer auch eine kleine touristische Besonderheit werden dürfte. Vom 8. bis 22. Januar ist die PhotoGarage täglich von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Dann hat jeder Interessierte die Chance, seine originalen, verfremdeten oder bearbeiteten Fotografien anzugucken und auch zu kaufen.

Auch für Honigbaum selbst ist es eine Premiere. Auf eine sehr sympathische Art ist der hochgewachsene und freundliche Tierliebhaber, der sich auch fotografisch auf Haus- und Wildtiere sowie Natur und Landschaft spezialisiert hat, sichtlich nervös. Denn der Witwer, gebürtige Hamburger und langjährige Banker lebt erst seit Oktober 2010 in Großenwörden und ist dabei, sich eine neue Existenz aufzubauen. Wie vom TAGEBLATT berichtet hatte er ein Fernstudium in digitaler Fotografie absolviert und war für seinen Mut, mit 56 Jahren noch einmal ganz neu durchzustarten, mit einem Preis des Fachverbandes Forum DistancE-Learning 2011 ausgezeichnet worden.

"Immer noch ist alles im Aufbau, und es geht recht langsam voran", bedauert der Freischaffende. Frisch gedruckte Flyer liegen in zwei Kartons vor ihm. Gern würde er seine Arbeiten auch einmal in der Villa von Issendorff in Himmelpforten zeigen. Aber noch hat er zu wenig Drähte, kennt er zu wenig Leute. Honigbaum schwant, dass nun eine Phase beginnt, in der er sich vermarkten muss.

In seinem Element ist er hinter dem Sucher der Digitalkamera und bei der Bearbeitung der Motive am PC. Die Ausstellung "Einblicke" zeigt seine Vorlieben: Pferde bannt er auf Leinwände, Bären und Wölfe, aber auch Segelschiffe, Seehunde und Möwen. Vollkommen verfremdet hat er das Vogelnest, das vor seiner Garage hing. "Digi-Art" - auch das gehört nun zu seinem Metier.

Die nächste Fotoreise wird ihn in den Harz führen. Immer wieder zieht es ihn nach Helgoland. Und fest eingeplant sind mehrere Besuche auf der Insel Baltrum, wo er Freunde hat. Ein Bildband schwebt ihm da vor.

Immer wenn er auf Achse ist, wird er die PhotoGarage schließen müssen. Doch bei Anwesenheit soll es feste Öffnungszeiten geben: freitags von 15 bis 20 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr (sonntags ohne Verkauf), montags bis donnerstags nach Vereinbarung. Der Ausstellung "Einblicke" werden weitere Themen-Ausstellungen folgen.(je)

© Stader Tageblatt ( Nachdruck mit freundlicher Genehmigung )


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