Bildung: Die Porta will ihren Namen behalten

Auch die neue Oberschule in Himmelpforten wird "Porta-Coeli-Schule" heißen - Ganztagsbetrieb wächst - Inklusion kommt

JUTTA EIDTMANN HIMMELPFORTEN. Im Schülermund heißt sie "Porta". Und ihren Namen Porta-Coeli-Schule will sie unbedingt behalten, auch wenn es im Zusatz jetzt "Oberschule mit Gymnasialzweig in Himmelpforten" heißt.
Die offizielle Namensgebung für die neue Oberschule hat erst alle Schulgremien und diese Woche den Schulaussschuss beschäftigt. Allerdings nur zwei Minuten. "Wir sind uns da wohl alle einig", freute sich Schulleiter Hubert von der Lieth.
Lieth und Konrektor Friedemann Reinhard informierten die Politiker über den Start der Oberschule: In Jahrgang fünf werden 20 Hauptschüler, 39 Realschüler und 13 Gymnasiasten in drei Klassen gemeinsam unterrichtet. "Gemeinsam erfolgreich" war schon lange das Motto, aber die Schule spürt auch, dass sie den leistungsstärkeren Kindern Angebote machen muss. So wird es für sie einen besonderen Englisch-Kurs geben.
Die Schule geht davon aus, dass sie zum Sommer so viele Anmeldungen hat, dass wieder vier fünfte Klassen gebildet werden können. Im Vorjahr war die Zeit für eine "Werbung" denkbar knapp gewesen. Mittlerweile aber gewinnen Oberschule und zeitgleich eingeführter Ganztagsbetrieb für Jahrgang fünf Konturen. Die Rektoren gewährten einen Blick hinter die Kulissen und machten deutlich, welche logistischen Meisterleistung zu wuppen ist.
Die Schule mit ihren 500 jungen Menschen registriert zugleich, dass immer mehr Kinder problembeladen und verhaltensauffällig sind. Schulsozialarbeit, Schulpsychologe und Beratungslehrer versuchen, ihnen gerecht zu werden. "Bei uns fängt es schon an", bestätigte Grundschulleiter Egon Brandt aus Himmelpforten den Trend.
Und das Spektrum an unterstützungsbedürftigen Kindern wird immer breiter. Die Grundschule Himmelpforten ist schon im RIK (Regionales Integrationskonzept) und unterrichtet mit Unterstützung von Sonderpädagogen jetzt auch Förderkinder. Auch die Oberschule wird sich der Inklusion stellen.
Über kurz oder lang werde auch die Grundschule Himmelpforten einen Ganztagsbetrieb einführen, so Brandt. Wenn der Druck der Eltern noch größer werde, "sind wir am Ball". 

© Stader Tageblatt vom 26.01.2012 ( Nachdruck mit freundlicher Genehmigung )

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